„Mein Körper, mein Tempo – und Ginas Meinung dazu“

Clara: Es gibt diese Tage, an denen ich mich wie die Königin der Sinnlichkeit fühle. Meine Haut kribbelt schon, wenn jemand nur meinen Arm berührt, meine Haare liegen perfekt (was selten genug vorkommt), und ich könnte die ganze Welt umarmen – oder zumindest einen gut aussehenden Teil davon.

Und dann gibt es Phasen, da könnte Ryan Gosling nackt in meiner Küche stehen und mir Pancakes servieren – und ich würde sagen: „Danke, aber ich möchte lieber meine Serie zu Ende schauen.“

Früher habe ich das als Problem gesehen. Libidoverlust. Ein großes, rotes Warnsignal in meinem Kopf. Heute weiß ich: Lust ist keine Dauer-Party. Sie hat Zyklen, genau wie die Natur. Manchmal ist Frühling, manchmal Winter. Beides ist okay.

Gina: „Frauchen, wenn du mich fragst: Du Menschen macht’s euch unnötig schwer. Ich habe immer Lust… auf Leckerlis. Und ich brauche dafür kein Kerzenlicht, keine romantische Musik und schon gar keinen sechsmonatigen Vorspielplan. Vielleicht solltest du die Sache lockerer sehen.“

Clara: Und Gina hat recht – zumindest ein bisschen. Lust darf nicht unter Druck stehen. Sie ist wie ein scheues Reh: Je mehr du sie jagst, desto schneller rennt sie weg. Also habe ich angefangen, auf meinen Körper zu hören.

Manchmal sagt er „Ja“, manchmal „Später“ – und manchmal „Ich will einfach nur schlafen“.

Impuls

Stell dir heute die Frage: Was erregt gerade wirklich meine Sinne? Vielleicht ist es eine sanfte Berührung, Musik, ein gutes Gespräch oder ein langer Spaziergang. Lust beginnt nicht zwischen den Beinen – sondern im Kopf.